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Hausordnung

 

Wohnheim „Haus der Athleten“ der Spezialschule Sport „Friedrich Ludwig Jahn“ der Landeshauptstadt Potsdam, Zeppelinstr. 114, 14471 Potsdam

 

Für ein harmonisches Zusammenleben sind Regeln unvermeidlich. Dafür wurde diese Hausordnung für das Wohnheim „Haus der Athleten“ - nachfolgend als Wohnheim bezeichnet - aufgestellt, die für jeden verbindlich ist.

Für die Nutzung eines Wohnheimplatzes in dieser Einrichtung sind folgende Regelungen maßgeblich:

- die Entgeltordnung zur Erhebung von Gebühren des Wohnheims der Spezialschule Sport „Friedrich Ludwig Jahn“ in Potsdam in der jeweils aktuell gültigen Fassung,

- diese Hausordnung,

- der Mietvertrag.

 

Im Interesse aller müssen folgende Punkte beachtet werden:

 

§ 1 Unterbringung

1. Bei Erstanreise, zu Beginn der Nutzung des Zimmers, ist die Anwesenheit eines Personensorgeberechtigten erforderlich. Bei Bezug wird der Zustand des Zimmers protokolliert. Die Gestaltung des Zimmers ist mit dem Erzieher abzusprechen. Das Umstellen der Betten und Schränke ist nicht gestattet. Vor dem endgültigen Auszug erfolgt die Abnahme des Zimmers auf Grundlage des Protokolls. Bei Auszug werden die Bewohner verpflichtet, den ursprünglichen Zustand der Mietsache wieder herzustellen.

2. Jeder Bewohner erhält bei Übergabe der Mietsache zu Beginn des Mietverhältnisses eine Chipkarte. Mittels dieser hat sich der Bewohner bei jedem Betreten des Wohnheims anzumelden und bei jedem Verlassen des Wohnheims abzumelden. Die Chipkarte ist zwingend an die Person des Mieters gebunden. Sie ist nicht übertragbar.

3. Bei Anwesenheit der Bewohner im Zimmer, sind diese unverschlossen zu halten. Beim Verlassen des Zimmers, sind die Türen zu verschließen und die Fenster zu schließen bzw. im gekippten Zustand zu belassen. Bei Abreise sind die Fenster zu schließen.

4. Das Bekleben von Einrichtungsgegenständen und Türen ist untersagt.

5. Im Wohnheim ist das Benutzen von Skateboards, Inlinern, Rollern sowie Spezialsportschuhen mit Spikes, Stollen usw. nicht gestattet. Roller müssen, sofern möglich, außerhalb des Wohnheims angeschlossen werden. Fahrräder sind in den dafür vorgesehenen überdachten Stellplatzanlagen aufzubewahren.

6. Das Halten von Haustieren ist untersagt.

7. In den Sommerferien sind die Zimmer, entsprechend den Vorgaben der Wohnheimleitung, zu beräumen. Es steht nur eine begrenzte Einlagerungsmöglichkeit zur Verfügung.

8. An trainings- und wettkampffreien Wochenenden, Feiertagen oder Ferienzeiten und bei krankheitsbedingter Freistellung von Training und Schule fahren die Bewohner grundsätzlich nach Hause. Die Heimreise ist sofort nach Eintreten eines der benannten Ereignisse anzutreten. Ausnahmeregelungen sind in Absprache mit der Wohnheimleitung bzw. dem verantwortlichen Erzieher möglich.

Für Übernachtungen außerhalb des Wohnheims, außer bei Heimfahrten, benötigen die minderjährigen Bewohner im Voraus eine schriftliche Genehmigung ihrer Personensorgeberechtigten mit Angabe von Adresse und Telefonnummer des Übernachtungsortes und die Bestätigung des Trainers, wenn sie zum Training bzw. zum Wettkampf in unserem Haus gemeldet sind. Pauschalgenehmigungen durch die Personensorgeberechtigten werden in Absprache mit dem verantwortlichen Erzieher/Trainer akzeptiert.

9. Die Anreise erfolgt frühestens am Tag vor dem nächstfolgenden Schul-, Wettkampf- oder Trainingstag ab 17:00 Uhr unter Einhaltung der jeweiligen Nachtruhe.

10. Die An- und Abreise liegt in der Verantwortung der Eltern.

11. Änderungen der persönlichen Stammdaten der Bewohner und der Personensorgeberechtigten müssen innerhalb von 14 Tagen schriftlich mitgeteilt werden.

 

§ 2 Ruhezeiten, Ausgangszeiten und Hausaufgabenzeiten

1. Die Hausruhe ist von 21:00 Uhr bis 06:30 Uhr festgesetzt. Störungen durch die Bewohner sind zu vermeiden. Jeder Bewohner hat 30 Minuten vor der Nachtruhezeit auf der Etage zu sein.

2. Sofern die schulischen und aus der Wohnheimunterbringung resultierenden Verpflichtungen erfüllt sind, kann Ausgang gewährt werden. Dieser ist unter Berücksichtigung von schulischen und sportlichen Verpflichtungen des Folgetages zu gestalten.

Die betreute Hausaufgabenzeit für die Bewohner der 7. und 8. Klasse ist von 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr.

3. Die Ausgangszeiten sind wie folgt geregelt:

- 7./8. Klasse bis 20:00 Uhr, einmal wöchentlich bis 20:30 Uhr

- 9./10. Klasse bis 21:00 Uhr, einmal wöchentlich bis 21:30 Uhr

- 11. Klasse bis 21:30 Uhr, einmal wöchentlich bis 22:00 Uhr und einmal wöchentlich bis 22:30, wenn der folgende Tag wettkampffrei bzw. schulfrei ist

- 12. Klasse bis 22:00 Uhr, einmal wöchentlich bis 22:30 Uhr und einmal bis 23:00 Uhr, wenn der folgende Tag wettkampffrei bzw. schulfrei ist

Alle Ausgänge nach 22:00 Uhr sind, für unter 18-jährige, vom Trainer zu genehmigen, wenn am Folgetag ein Wettkampf oder Training stattfindet.

- ab 18 Jahre bis 24:00 Uhr

Verlängerter Ausgang wird nur in Ausnahmefällen geduldet. Dieser muss im Voraus schriftlich beantragt und vom zuständigen Erzieher genehmigt werden.

4. Die Nachtruhe ist folgendermaßen geregelt:

- 7./8. Klasse um 21:00 Uhr

- 9./10. Klasse um 22:00 Uhr

- 11. Klasse um 22:30 Uhr

- 12. Klasse um 23:00 Uhr

- ab 18 Jahre um 24:00 Uhr

Eine Verlängerung von 30 Minuten kann der verantwortliche Erzieher einmal wöchentlich gewähren. Zur Einhaltung der Nachtruhe ist eine Einschränkung des Internetzugangs durch den Provider eingerichtet.

 

§ 3 Besucherregelung

1. Nach Anmeldung an der Rezeption können Bewohner an Schultagen ab 14:00 Uhr und an schulfreien Tagen ab 08:00 Uhr bis 30 Minuten vor der jeweiligen Nachtruhe, spätestens aber bis 22:00 Uhr Besuch empfangen.

2. Besuche der Bewohner untereinander sind nach 22:30 Uhr auf den Zimmern bzw. in den Einheiten untersagt.

3. Die Bewohner sind für die Einhaltung der Hausordnung ihrer Gäste verantwortlich. Besucher haben an der Rezeption ein Dokument mit Lichtbild oder eine entsprechende Kopie für den Zeitraum des Besuches zu hinterlegen. Sie erhalten im Tausch eine Besucherkarte, die sichtbar zu tragen ist.

 

§ 4 Rücksichts- und verantwortungsvolles Verhalten

1. Jeder Bewohner hat auf die Belange der anderen Bewohner Rücksicht zu nehmen, den Anordnungen der Erzieher und der Wohnheimleitung Folge zu leisten und die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten, die Einrichtungsgegenstände sowie die Außenanlagen pfleglich zu behandeln.

2. Die Wohnräume und das Außengelände sind in einem ordentlichen Zustand zu halten.

3. Eine gründliche Reinigung der Wohneinheiten ist kontinuierlich, mindestens einmal pro Woche von den Bewohnern durchzuführen.

4. Durch den verantwortlichen Erzieher erfolgen täglich Zimmerkontrollen. Schrankkontrollen sind im Beisein der Bewohner durchzuführen.

5. Die Bewohner werden zur Beseitigung von selbst verursachten Verschmutzungen herangezogen.

6. Während der Nachtruhe sind alle elektrischen Geräte (ausgenommen sind Ladestationen und Wecker) auszuschalten.

7. Bei Nutzung des Internets wird von jedem Benutzer das Urheberrecht und die Persönlichkeitsrechte anderer beachtet. Sollte die Luftschiffhafen Potsdam GmbH auf Grund von Urheberrechts- oder Persönlichkeitsrechtsverletzungen in Anspruch genommen werden, haftet der Benutzer für den entstandenen Schaden.

8. Diebstahl im Wohnheim wird als Verstoß gegen die Hausordnung geahndet.

9. Die Bewohner sind sich der besonderen Rolle eines Sportschülers bewusst und achten auf ihre Außenwirkung.

Rufschädigendes Verhalten (strafbare Handlungen außerhalb des Wohnheimes, nicht alters- und entwicklungsgerechter Alkoholkonsum usw.) wird durch die Wohnheimleitung geahndet.

 

§ 5 Rauch- und drogenfreies Wohnen

1. Es gilt ein generelles Rauchverbot in allen Gebäuden und im gesamten Außenbereich.

2. Alkohol, Drogen, Zigaretten und Wasserpfeifen sind generell verboten (Besitz, Lagerung einschl. Leergut und Konsum).

3. Der Besitz von Drogen gemäß Betäubungsmittelgesetz bzw. deren Einnahme und Weitergabe führt zur fristlosen Kündigung.

4. Bei Verdacht des Missbrauchs von legalen/illegalen Drogen durch Bewohner werden die Personensorgeberechtigten informiert und die Abholung des Bewohners veranlasst. Außerdem behalten sich die Wohnheimleitung bzw. die diensthabenden Erzieher vor, den medizinischen Rettungsdienst zu verständigen und eine Abholung zu veranlassen.

 

§ 6 Verbot gewaltverherrlichenden und gefährlichen Verhaltens

1. Es ist untersagt, volksverhetzendes sowie gewaltverherrlichendes Material (z. B. Tonträger, Filme, Lektüren, Plakate, Symbole, Computerspiele usw.) zu besitzen und/oder in jeglicher Form zu verbreiten. Materialien pornografischen Inhalts sind ebenso verboten, wie das Tragen und Verbreiten verfassungsfeindlicher Symbole.

2. Der Besitz und das Mitführen von Waffen und waffenähnlichen Gegenständen aller Art sind verboten.

3. Videos, Filme, Tonträger und Computerspiele müssen der Altersfreigabe entsprechen. Andernfalls werden sie sichergestellt und den Eltern übergeben. Für die Überprüfung der Inhalte aller Speichermedien tragen die Eltern die Verantwortung.

4. Es ist nicht gestattet, andere Personen ohne deren Einwilligung zu fotografieren, zu filmen oder Tonaufnahmen von ihnen zu machen.

5. Es ist verboten, Gegenstände jeglicher Art aus dem Gebäude zu werfen. Dies wird mindestens mit einer schriftlichen Abmahnung geahndet.

6. Es ist verboten, aus den Fenstern zu klettern, auf den äußeren und inneren Fensterbrettern zu sitzen oder sich aus den Fenstern hinauszulehnen. Es dürfen keine Gegenstände auf den äußeren Fensterbrettern gelagert werden.

7. Die Androhung bzw. Ausübung psychischer und körperlicher Gewalt sowie Mobbing und Cybermobbing sind untersagt.

8. Das Baden in Gewässern ist nur an öffentlichen Badestellen (mit Rettungsschwimmer) gestattet. Das Betreten von zugefrorenen Gewässern (einschl. Eislaufen u. ä.) ist untersagt.

9. Offenes Licht (z. B. Kerzen) ist in allen Bereichen des Wohnheims untersagt.

10. Grillen ist für Bewohner nur organisiert und mit Genehmigung durch den verantwortlichen Erzieher möglich. Für individuelles Grillen wird auf öffentliche Plätze verwiesen.

 

§ 7 Nutzung elektrischer Geräte

1. Elektrische Geräte dürfen nur mit gültiger Prüfplakette betrieben werden. Die Prüfplakette ist alle zwei Jahre zu erneuern, die Verantwortung obliegt dem Bewohner. Das Prüfprotokoll ist vorzulegen. Bei Neugeräten reicht die Abgabe einer Kopie des Kaufbeleges. Bei Verlassen des Wohnheims sind die elektrischen Geräte in den energiesparsamsten Zustand zu versetzen. Bei längerer Abwesenheit (Ferien, Trainingslager, etc.) sind die Netzstecker zu ziehen.

2. Zugelassene elektrische Kleingeräte des persönlichen hygienischen Bedarfs bzw. elektrische Geräte zur Ausgestaltung der Wohneinheiten sind bei dem zuständigen Erzieher zu erfragen. Haushaltsgeräte, wie z. B. Toaster, Wasserkocher, Kaffeemaschinen usw. sind in den Wohneinheiten nicht gestattet.

3. Es besteht die Möglichkeit einen Internetzugang einzurichten. Dazu wird mit dem vorgegebenen Provider ein privatrechtlicher Vertrag abgeschlossen.

 

§ 8 Verstöße gegen die Hausordnung

1. Die Wohnheimleitung übt das Hausrecht aus.

2. Verstößt ein Bewohner gegen die in der Hausordnung festgelegten Regelungen, können die Wohnheimleitung und der verantwortliche Erzieher in Ausübung ihres erzieherischen Ermessens Maßnahmen treffen.

Dabei können verschiedene Sanktionen angewendet werden. Möglich sind mündliche bzw. schriftliche Missbilligungen und Abmahnungen, die je nach Schwere des Vorfalls mit oder ohne Zeitbegrenzung ausgesprochen werden können. Sollte es erforderlich sein, kann auch ein befristetes Hausverbot oder eine Kündigung erteilt werden.

3. Bei begründetem Verdacht auf Zuwiderhandlung gegen diese Hausordnung, werden von jeweils zwei Erziehern des Wohnheims in Anwesenheit des Bewohners Zimmer- bzw. Schrankkontrollen durchgeführt. Bei Gefahr im Verzug sind auch Kontrollen ohne Anwesenheit der Bewohner gestattet.

 

§ 9 Verpflegungsleistungen

1. Die Vollverpflegung wird durch den Betreiber der Mensa bereitgestellt. Die Bewohner sind laut Mietvertrag verpflichtet, die Vollverpflegung in Anspruch zu nehmen.

2. Das Betreten der Mensa in durchschwitzter und unsauberer Trainingsbekleidung, sowie das Tragen von Kopfbedeckungen (ausgenommen sind religiöse oder medizinische Beweggründe) sind nicht gestattet.

3. Für die Lagerung von verderblichen Lebensmitteln sind die Kühlschränke auf den Etagen zu nutzen.

4. Die persönliche Grundausstattung an Geschirr und Besteck kann in den Zimmern in hygienisch einwandfreiem Zustand gelagert werden. Für weiteres Geschirr, Besteck o. a. Küchenutensilien ist die Etagenküche zu nutzen.

 

§ 10 Haftung

1. Mutwillige Zerstörungen und Verschmutzungen werden disziplinarisch geahndet (siehe § 8) und verpflichten zum Schadensersatz.

2. Für alle von ihnen verursachten Schäden haften die Bewohner und haben sofortigen Ersatz in Höhe der Reparatur- und Anschaffungskosten zu leisten.

3. Für die sichere Aufbewahrung von Geld- und Wertgegenständen sind die Bewohner selbst verantwortlich. Für abhanden gekommenes Geld und Wertsachen wird von Seiten des Wohnheims keine Haftung übernommen.

4. Die ausgegebenen Schlüssel sind Bestandteil einer Schließanlage. Der Verlust von Schlüsseln, der personengebundenen Chipkarte und deren Beschädigung ist dem Erzieher umgehend mitzuteilen. Die Kosten für Ersatzbeschaffung bzw. Neuanfertigung einer Chipkarte bzw. eines Schlüssels sowie die notwendigen Folgekosten werden vom Mieter getragen. Die Kosten der Ersatzbeschaffung bzw. Neuanfertigung einer Chipkarte belaufen sie sich z. Z. auf 25,00 €.

 

§ 11 Technische Kontrollen

Zur Überprüfung der Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen ist das Personal des Wohnheims berechtigt, in allen Räumen, auch in Abwesenheit der Bewohner, technische Kontrollen durchzuführen.

 

§ 12 Inkrafttreten

Die Hausordnung des Wohnheims Spezialschule Sport „Friedrich Ludwig Jahn“ tritt zum 29.08.2015 in Kraft.

Gleichzeitig tritt die Hausordnung vom 24.08.2014 außer Kraft.

 

 

Potsdam, den 01.06.2015

Andreas Klemund                          Marina Scheller

Geschäftsführer                             Leiterin Haus der Athleten

 

 

Hinweis zur Verwendung des generischen Maskulinums in dieser Hausordnung: Es sind stets Personen männlichen und weiblichen Geschlechts gleichermaßen gemeint; aus Gründen der Vereinfachung wurde nur die männliche Form verwendet.

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